Lassen sich Verpackungen mit KURZ Veredelung mühelos recyceln?

Fallstudie mit INGEDE e.V. und dem Hygienepapierhersteller Essity

„Unsere Kartonverpackungen wurden mit Transferdekorationen von LEONHARD KURZ veredelt. Sind sie nun noch recycelbar?“ Diese Frage stellen uns Unternehmen immer wieder. Um die Antwort mit gesicherten Daten belegen zu können, starteten wir 2021 eine aufwendige Studie mit zwei renommierten Partnern: dem INGEDE e.V. und Essity.

KURZ gemeinsam mit nachhaltigkeitsbewussten Partnern:

Essity

Essity ist ein führender Anbieter im Bereich Körperpflege.

INGEDE e.V.

Axel Fischer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit INGEDE e.V.


Der Hintergrund

Sind Verpackungen mit KURZ Veredelung recycelbar?

Ob ein Produkt recycelbar ist, hängt von vielen Faktoren ab:

  1. Ist das Endprodukt überhaupt technisch recycelbar?
  2. Hat der Verbraucher Zugang zu einer Abfall-Sammelstelle?
  3. Wird das Endprodukt vom Sortiersystem als recycelbar identifiziert?
  4. Akzeptiert der Recycler das Produkt, um daraus ein hochwertiges Rezyklat zu machen?

KURZ Transferveredelungen schneiden bei Tests gut ab: Bereits 2017 bestätigte die International Association of the Deinking Industry, INGEDE, dass die getesteten KURZ Qualitäten deinkbar sind. Wir wissen auch, dass unsere Oberflächenveredelungen von Sortieranlagen in der Regel problemlos erkannt werden. Vorraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Kartonagen an sich die Bedingungen für Nachhaltigkeit und Recycling erfüllen. Dass viele Veredelungen von KURZ kompostierbar sind, belegt deren Zertifizierung nach DIN-EN 13432.

 

So weit so gut. Damit haben KURZ Transferveredelungen drei von vier Stufen der Recyclingpyramide nachweislich gemeistert. Aber wie steht es um die vierte Stufe? Die Akzeptanz beim Recycler und die Qualität des Materials, das beim Recyceln der dekorierten Verpackungen entsteht?


Das Ziel

Um herauszubekommen, ober wir auch die vierte Stufe der Recyclingpyarmide erreichen, starteten wir eine groß angelegte Abfallstudie. Hierfür konnten wir renommierte Partner gewinnen: Den Verein INGEDE und den Hygienepapier-Hersteller Essity, das Unternehmen hinter großen Marken wie Tempo und Zewa.

Diesen Fragen wollten wir in der Studie auf den Grund gehen:

  • Welche Qualität hat das Rezyklat?
  • Lassen sich aus dem recycelten Material (ausschließlich mit KURZ KURZ-Qualitäten dekorierte Kartonagen) hochwertige Neuprodukte fertigen?
  • Ist das Rezyklat vielleicht sogar ein nachgefragter Rohstoff, der sich gewinnbringend weiterveräußern lässt?

 

Um Antworten zu finden, stellten wir uns einer Mammutaufgabe: Wir sammelten 25 Tonnen Makulatur, ließen es recyceln und prüften das Ergebnis.


Die Lösung

Die Tests lieferten eine eindeutige Antwort auf die noch offenen Fragen der 4. Stufe der Recycling-Pyramide: Wird das das Rezyklat von Recyclern akzeptiert? Lässt sich aus ihm ein neues, hochwertiges Produkt erstellen? 

 

Ja! Die Monofraktionen (die bei den Verarbeitern anfallende Makulatur) sind im Normalfall deinkbar und können als hochwertigster Faserstoff für helle Neupapiere, Tissuepapiere und Kartondecken genutzt werden!

Dr. Markus von Beyer, Global Head of Environmental, Health, Safety & Sustainability Management bei LEONHARD KURZ, ist stolz: „Ein solch aufwendiges Vorgehen rund um die Wiederverwendbarkeit von industriellem Abfall ist in der Branche bislang einmalig und wohl auch nicht so einfach nachzumachen.“

In der Praxis bedeutet das: Recyclingpapierfirmen oder Papierfabriken, die eine eigene Deinkinganlage haben, können die Monofraktionen der Verarbeiter annehmen und ein hochwertiges Produkt daraus herstellen. Und es gibt noch eine gute Nachricht: Weil das Rezyklat so hochwertig ist, werden die Verarbeiter von den Papierfirmen dafür sogar entlohnt.


Warum KURZ?

Die Frage: „Lässt sich unser mit KURZ dekoriertes Endprodukt recycenen?“ konnten wir insgesamt mit einem klaren „Ja“ beantworten! Diese Erkenntnis kommt aber nicht nur uns allein zu Gute. Denn wir bei KURZ stellen unsere Kunden stets in den Fokus. So freut es uns umso mehr, dass alle am Prozess beteiligten Unternehmen von dieser Fallstudie profitieren:

  • Der Hersteller wird den Anforderungen des nachhaltigen Wirtschaftens gerecht
  • Der Verarbeiter kann den Produktionsabfall gewinnbringend entsorgen
  • Die Papierfabriken erhalten hochwertigste Faserstoffe. Mit ihnen lassen sich helle Neu- und Tissuepapiere und Kartondecken produzieren

Bei der KURZ Gruppe können Sie immer das sichere Gefühl haben, dass Sie und Ihr Produkt für uns an erster Stelle stehen. Dafür erhalten Sie bei uns vollsten Support bei allen Ihren Recycling-Fragen aus einer Hand: angefangen vom Produktkonzept über Applikationsmethoden bis zur Abfallverwertung.

Produkte für Oberflächenveredelung

Maßgeschneiderte Maschinen- und Anwendungslösungen

Beratung rund um Ihr Design for Recycling


Schon gewusst?

KURZ RECOSYS®

Wussten Sie schon, dass Sie auch die Restprodukte von KURZ KURZ-Transferveredelungen wiederverwerten können? Seit 2020 bieten wir Ihnen ein Rücknahme- und Recyclingsystem für PET-Träger an, das weltweit einmalig ist: KURZ RECOSYS® wandelt Transfer-Restprodukte in hochwertiges Spritzgussmaterial um. Auch das ist ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. 

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg in die Kreislaufwirtschaft, denn: Wir liefern Ihnen nicht nur designstarke und umweltfreundliche Veredelungen – wir beraten Sie auch rund um die Themen „Nachhaltigkeit und Recycling“!

Sprechen Sie mit uns, wenn Sie:

  • Ihren Recyclingpfad verbessern,
  • Ihre Prüfverfahren harmonisieren
  • Ihre Nachhaltigkeitskonzepte überdenken
  • oder die Recycling-Fähigkeit Ihrer Anwendung testen möchten

 

Ihr Unternehmen soll nachhaltiger werden? Vereinbaren Sie einen Termin mit unseren Experten!


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